Gesundheitsvorsorge

Gesundheitsamt warnt vor den Folgen von Rattenbefall


Ratten sind mehr als nur unerwünschte Mitbewohner – sie stellen ein ernstzunehmendes hygienisches und gesundheitliches Risiko dar. Aus diesem Grund und auf Grund der gehäuften Meldungen von Ratten, macht das Gesundheitsamt Wittlich auf die Bedeutung der Vorbeugung sowie auf richtiges Verhalten im Falle eines Rattenbefalls aufmerksam.
Ratten können verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Dazu zählen unter anderem Salmonellen, Leptospiren und Hantaviren. Auch für Haustiere können Ratten eine Gefahr darstellen. Darüber hinaus verursachen sie durch ihre Nageaktivitäten regelmäßig Schäden an Gebäuden, Kabeln und Leitungen.
Die wichtigste Maßnahme gegen Ratten ist die Vorbeugung. Oft werden Ratten durch leicht zugängliche Nahrungsquellen angelockt – etwa durch offen gelagerte Lebensmittelreste, ungesicherte Müllbehälter oder achtlos entsorgte Essensreste in Toilette oder Spüle. Auch im Garten können Ratten angelockt werden, beispielsweise durch offenes Tierfutter, schlecht gesicherte Kompostbehälter oder regelmäßig ausgelegte Essensreste für Wildtiere.
Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb, Speisereste ausschließlich über den Restmüll zu entsorgen und Mülltonnen stets gut verschlossen zu halten. Auch Tierfutter sollte nur in der benötigten Menge, nicht über Nacht und möglichst geschützt bereitgestellt werden. Kompostbehälter sollten aus festem Material bestehen und verschließbar sein. Zudem ist es wichtig, Gebäude auf mögliche Schlupflöcher zu überprüfen. Offene Kellerfenster, undichte Rohrdurchführungen oder andere Eintrittsstellen sollten zeitnah verschlossen werden, um Ratten den Zugang zu verwehren.
Wird dennoch ein Befall festgestellt – beispielsweise durch Sichtungen, typische Nagespuren, Kot oder Erdlöcher im Garten – sollte unverzüglich gehandelt werden. In solchen Fällen sind Eigentümer verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung zu ergreifen. Die Bekämpfung sollte grundsätzlich durch einen professionellen Schädlingsbekämpfungsdienst erfolgen, da der unsachgemäße Einsatz von Giftködern gefährlich und in vielen Fällen sogar verboten ist.
Das Gesundheitsamt betont: Der Schutz vor Ratten ist eine Aufgabe, bei der jede und jeder Einzelne Verantwortung trägt. Nur durch gemeinsames, vorausschauendes Handeln kann ein Befall verhindert und die Gesundheit der Bevölkerung geschützt werden.
Bei Fragen oder wenn der Befall trotz getroffener Maßnahmen nicht nachlässt, können Bürger sich an das zuständige Ordnungsamt bei den Verbandsgemeindeverwaltungen beziehungsweise Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden oder an das Gesundheitsamt, Julia Thomas, 06571 14-2144, Julia.Thomas@Bernkastel-Wittlich.de.